Ich will über Gott lästern so viel ich will – oder wieso Gotteslästerung nicht doof ist

Unglaublich was unsere Gotteskrieger der CSU aus Bayern da wieder fordern. Nachdem sie schon 1986 und 1995 mit solchen Forderungen im Bundesrat gescheitert waren, versuchen sie es jetzt erneut. Populismus pur. Wieso sollte es in ihren Augen legitim sein Mohamed mit Hundekopf darzustellen, oder allgemein Karrikaturen über ihn zu verbreiten, aber sobald der Papst in einer witzigen Serie wie der MTV Serie Popetown ein bisschen auf den Arm genommen wird, geht ein Aufschrei durch das Spießertum.

Zu der Diskussion um solches Ansinnen passt der Leitartikel der schwedischen Zeitung Nerikes Allehanda unter der Überschrift „The right to ridicule a religion„, der mit dem Fazit endet:

„The right to freedom of religion and the right to blaspheme religions go together. They presuppose one another.“

Dies passt wunderbar zur aufkommenden Diskussion um Gotteslästerung in Deutschland. Übersetzt bedeutet das ungefähr: Religionsfreiheit und das Recht Gott zu schmähen ergänzen sich. Sie erfordern sich sogar gegenseitig.

Wenn es einen verstärkten Gotteslästerungsparagraphen geben wird, dann bitte allumfassend jede Religion einschließen. Wo wäre dann aber wieder die Meinungsfreiheit? Alleine den christlichen Gott und Papst zu schützen ist feige, einseitig und diskriminierend den anderen Religionen gegenüber.

Lasst es also ganz sein und freut Euch über Satire, Wortwitz und gut gemachte Karrikaturen und Comics.

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