Schlagwort: Barrierefreiheit

  • EAA25: Warum Barrierefreiheit keine Privatsache ist

    Ein Gesetz für alle

    Wir haben nun 2026 und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt und das EAA25 ist seit letztem Jahr im Juni fest verankert. Viele dachten am Anfang, das betrifft nur Online-Shops oder Banken. Aber das stimmt nicht ganz. Das Gesetz hat zwar einen Fokus auf Business, aber die Grenzen sind oft unscharf. Wer professionell im Netz auftritt, muss oft liefern.

    Die juristische Grauzone

    Es gibt eine wichtige Frage: Wann ist eine Seite wirklich privat? Viele große Accounts auf Social Media sagen, sie sind privat. Aber sie verdienen oft Geld mit Werbung oder Kooperationen. Sobald eine Seite Geld verdient oder Produkte bewirbt, kann sie als geschäftlich gelten. Juristen streiten sich oft darüber. Wer viele Follower hat und Einfluss ausübt, steht im öffentlichen Raum. Es ist möglich, dass Gerichte diese „privaten“ Anbieter wie Firmen behandeln. Dann müssen auch sie barrierefrei sein.

    Das Problem auf Mastodon und Co.

    Auch auf Plattformen wie Mastodon sieht man oft Barrieren. Viele Nutzer vergessen dort die Alt-Texte für Bilder. Ohne diese Texte können blinde Menschen nicht wissen, was auf dem Bild zu sehen ist. Ein weiteres Problem sind zu viele Hashtags direkt im Fließtext. Das stört den Lesefluss massiv. Anforderungen fordern eigentlich, dass Hashtags ans Ende gehören. Auch sollten sie in „CamelCase“ geschrieben werden (z. B. statt ). So können Screenreader sie richtig vorlesen.

    Saftige Strafen bei Verstößen

    Wer die Regeln ignoriert, muss mit Folgen rechnen. Das Gesetz sieht Bußgelder von bis zu 100.000 Euro vor. Diese zielen zwar vor allem auf große Anbieter ab. Aber es können auch Abmahnungen durch Verbände oder Mitbewerber drohen. Im schlimmsten Fall kann eine Behörde sogar anordnen, dass ein Dienst eingestellt werden muss. Das Risiko ist seit 2025 deutlich gestiegen.

    Mehr als nur Paragrafen

    Man kann lange über Gesetze reden. Aber am Ende geht es um Menschen. Barrierefreiheit ist eine moralische Pflicht. Es ist nicht fair, Menschen mit Behinderungen auszuschließen. Wir sollten das Internet für alle bauen. Egal, ob wir eine Firma sind oder ein großer privater Account. Wir müssen nicht auf ein Urteil warten. Wir können heute weitermachen, das Netz fairer zu gestalten.

    Anmerkung

    Das ist keine juristische Beratung noch hat es irgend einen Bezug. Ich will hiermit nur zeigen, dass Barrierefreiheit und Inklusion für alle gelten sollte für jemand der achtsam lebt und Menschen, egal mit welchen Einschränkungen, akzeptiert.

    Fediverse-Reaktionen
  • Die wundersame Welt der KI in der Softwareentwicklung

    Ein satirischer Blick

    Von der Zukunft, die keiner kommen sah

    Willkommen im KI-Wunderland

    Stell dir vor, wir leben in einer Welt, in der Software ausschließlich von Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt wird. Entwickler? Überflüssig. Grundlagen wie OWASP oder Nichtfunktionale Anforderungen (NFRs)? Altmodisch. Datenschutz, Zugänglichkeit, Performance, Sicherheit, SEO, Compliance? Ach, wer braucht das schon!

    Die neue Ära der Entwicklerausbildung

    Warum sollten wir unsere Nachwuchskräfte noch mit den Grundlagen der Softwareentwicklung belasten? Stattdessen bieten wir ihnen Schnellkurse in „KI-Bedienung für Dummies“ an. Schließlich kann die KI alles, oder? Und wenn nicht, dann… nun ja, Pech gehabt.

    Produktionsreife KI-Software

    Ein Abenteuer

    Wer kann es kaum erwarten, KI-generierte Software in Produktion zu sehen? Sicherlich nicht die Sicherheitsbeauftragten, die sich schon auf die kommenden Datenlecks und Hacks freuen. Aber hey, ein bisschen Spannung hat noch niemandem geschadet.

    Vertrauen ist gut, KI ist besser

    Warum sollten wir noch Menschen für die Validierung von Software einsetzen, wenn die KI das doch viel schneller kann? Und wenn dabei mal vertrauliche Informationen durchsickern – na und? Transparenz ist doch das Schlagwort der Stunde.

    Die kommenden Herausforderungen

    Ein Klacks für die KI

    Natürlich wird die KI all die kleinen Probleme wie Datenschutzverletzungen, mangelnde Barrierefreiheit, Performance-Einbußen und Sicherheitslücken im Handumdrehen lösen. Und wenn nicht, dann haben wir zumindest etwas gelernt: Nämlich, dass blinder Technologieglaube nicht immer der beste Ratgeber ist.

    Fazit

    Ein Hoch auf die KI!

    Also, springen wir alle auf den KI-Zug auf! Aber Vorsicht: Nicht, dass wir dabei unter die Räder geraten. Denn wie sagt man so schön? Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

    Weiterführende Lektüre:

    Bleibt kritisch und hinterfragt den Hype. Nicht alles, was glänzt, ist Gold.

    Fediverse-Reaktionen
  • PHP World Kongress in München – ein Bericht – Tag 2

    PHP World Kongress 2009 der zweite Tag. Nachdem ich gestern schon den Bericht zum ersten Tag geschrieben habe, musste der Zweite natürlich auch folgen. Ich bin, wie man an meinen vielen Postings sehen kann, kein Freund von Twitter, so versuche ich lieber im Weblog zusammengefasst einen Eindruck zu vermitteln.

    Der zweite Tag war inhaltliche sicherlich etwas anspruchsvoller und intensiver, schon allein weil die Workshops doppelt so lange angelegt waren. Es gab wie am Tag zuvor auch zwei Tracks, wobei ich mich für die folgenden Themen entschieden habe: (mehr …)

  • Zugänglichkeit via MouseOver

    Wenn die Seite eines Zigarrenvereins mit sprachlosem Präsidenten (Kehlkopfkrebs?) durch ungesunde Inhalte glänzt. Ein Tabellenlayout, fehlenden Doctype und unzureichendes Markup verbaut wurde, dann liegt es natürlich nahe durch ein nettes Script MouseOver für Blinde ein Bild (sic!) mit dem Brailleersatz des Textlogos einzublenden. Toll. Der braune Wurm der onClick erscheint ist netterweise nur kurz zu sehen. Wer den satirischen Unterton nicht gehört hat, möchte ihn jetzt erkennen.

  • Tagung einfach für alle in Gelsenkirchen

    Gestern fand in Gelsenkirchen die Fachtagung der Aktion Mensch zum Thema Barrierefreiheit statt, die von über 300, fast nur geladenen Gästen, besucht war. Man muss dazu sagen, dass man, wenn man sich mit dem Thema beruflich beschäftigt, fast automatisch eingeladen wurde.

    So fuhr ich gestern also nach Gelsenkirchen in den Wissenschaftspark. Ich habe ein gewisses Bild vom Ruhrpott, aus den Fenstern des Parks sah man aber eigentlich nur grün. Das war auf der Fahrt mit der Bahn etwas anders. Ich hatte Schlimmeres befürchtet ;) (mehr …)

  • Zugänglichkeit bei Pornoseiten

    Eine wirklich tolle Lösung für unsere blinden Mitbürger:

    Porn for the Blind

    Die Macher haben einen tollen Weg gefunden Pornos für Blinde zugänglich zu machen… haha

    Danke Slawo ;)