Londons Luft

Ich habe übrigens noch nie so schlechte Luft geatmet wie hier. Dauernd könnte ich irgendwelchen Dreck in den Atemwegen abhusten. Meine Taschentücher sehen aus wie Kokslappen. Die Leute haben auch alle irgendwie Ausschlag, das ist wie in einem Horrorfilm. Nur irgendwie ist die Maske besser. Also besser umgesetzt. Sieht alles recht realistisch aus. Ich wusste gar nicht, dass die vielen Sommersprossen die die Engländer haben sollen, als weißer Schorf von den Wangen fällt. Heute morgen hat die Sonne geschienen, da haben alle kollektiv ihren Ausschlag in die Sonne gehalten, sie dachten wohl das hilft dagegen.

Guten Morgen ;)

So. Jetzt hatte ich einige Zeit geschlafen, da ging das Telefon. Hach. Ich bin einfach glücklich. Der gerade angekommene Kollege hat keine Kreditkarte und auch nicht genügend Bargeld um sein Zimmer beziehen zu können. Muss ich halt wieder in die Klamotten steigen und meine Kreditkarte einsetzen. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert… Hoffen wir jetzt, dass die 520 £ nicht wirklich belastet werden. Jetzt habe ich wenigstens wieder etwas für den Weblog. Lasst mich jetzt schlafen, ich bin nämlich grantig, wenn ich um diese Zeit (Wir sind hier aber glücklicherweise eine Stunde hinten dran) gestört werde! ;)

Die Ankunft

Unglaublich. Ich bin hier. Aber was dabei alles passieren kann ist wieder einmal fast unbeschreiblich. Dabei fing alles so toll an.

Am Morgen war ich von Haustür bis Gate am Flughafen in Hahn nur 60 Minuten unterwegs. Jetzt weiß ich, dass ich zukünftig eine Stunde länger schlafen kann, wenn ich wieder den frühen Flug nehme. Der Check-In in Hahn ist einfach unschlagbar schnell im Vergleich zum Frankfurter Flughafen. Das Flugzeug war nur halb besetzt und dadurch einfach ordentlich Platz. In Stansted kamen wir pünktlich an. Dann war ich aber gleich Zeuge des maroden englischen Eisenbahnnetzes. Irgendwo zwischen Stansted Airport und Liverpool Street war ein Gleis gebrochen und ein Schienenersatzverkehr führte mich mit dem Bus in die Stadt. Dieser fuhr aber nur bis Stratford. Von dort musste ich mich dann mit der Tube zur Firma durchschlagen. Ich hatte es dann endlich um 9:30 geschafft.

Die Agentur in London ist in einem recht alten Gebäude im Herzen Londons gelegen. Ich habe es heute nur geschafft die folgenden Bilder zu schießen. Eines ist der Durchgang vom Empfang zum Großraumbüro in dem die Entwickler sitzen und das andere Bild zeigt eine der beiden Playstationkonsolen die zur Unterhaltung im Foyer stehen.

Ich wurde super freundlich empfangen. Nein, die Engländer scheinen die „Krauts“ zu mögen. Nach einem Rundgang durch die einzelnen Abteilungen übernahm ich meinen neuen Rechner. (Und es war wirklich ein funkelnagelneuer DELL CORE 2 Duo.) Ich hatte doch damit gerechnet, dass wir die alten Rechner aufbrauchen müssen.

Zum Mittag führte mich dann Daniel (ein weiterer aus Deutschland bei Syzygy UK arbeitender Kollege) durch die nähere Umgebung. Es gibt doch tatsächlich halbwegs preiswerte Einkaufsmöglichkeiten, so dass ich ein ganz vernünftiges Mittagessen zusammen hatte.

Gegen Abend dann musste natürlich noch was schief gehen. Irgendwie konnten die für uns gemieteten Wohnungen nicht übergeben werden und so sitze ich jetzt im Thistle Marble Arch Hotel im Herzen von London und schreibe diesen Beitrag. Diese Bleibe werde ich auch noch bis Mittwoch bewohnen. Drückt mir die Daumen, dass ich dann in die eigene Hütte kann. Irgendwie traue ich den offenen WLANs hier dann doch nicht ;)

Kollegen von Wolfgang

Einer meiner Bad Homburger Kollegen, der auch mit in London ist, traf sich Donnerstag mit einem ehemaligen Kollegen, der selbst noch einen Bekannten und dessen Freundin mitbrachte. Wir waren dabei und verbachten nach einem Essen bei Nandos den Rest des Abends in einem urigen Pub einen witzigen Abend.

Die Vorbereitungen

Nur noch wenige Tage, dann geht es los. Am Montag um 6:30 werde ich das erste mal nach London fliegen um die Agentur und das Leben in der Hauptstadt Großbritanniens zu erleben.

Die Vorbereitung erweist sich, da die Zeit bis zum Start doch recht kurz ist und unser Aufenthalt nicht im Hotel, sondern in einer Wohnung (die bisher noch nicht gemietet ist) sein wird, als hektisch. Nun denn, ich wollte es nicht anders. Hatte ich mich doch Ende letzten Jahres selbst zum Austausch angeboten. Jetzt wurde dies, zusammen mit zwei weiteren Kollegen „bitterer“ Ernst.

Ich werde übrigens ab Frankfurt-Hahn mit den Billigfliegern von Ryanair fliegen, da sich dies für mich als praktischer erweist, als das Pendeln zum Frankfurter Flughafen, das wesentlich länger dauert, wenn man wie ich „hinter“ Mainz im Grünen wohnt.

Die Tage dann mehr zu diesem Thema.