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  • CDU: Verbot für Social Media: Eine Bankrotterklärung gegenüber Big Tech

    Die CDU hat es wirklich getan. Sie plant ein Social Media Verbot für Jugendliche. Und das im Gleichklang mit der ehemaligen Arbeiterpartei. Das klingt erst einmal nach Schutz für Kinder. In Wahrheit ist es aber eine Bankrotterklärung. Die Regierung kapituliert vor den großen US-Netzwerken. Anstatt Big Tech vernünftig zu regulieren, sperrt man einfach die Jugend aus. Das wird nicht funktionieren.

    VPN und der „DudeFromDubai“

    Kein Jugendlicher wird sich davon abhalten lassen. Es ist technisch fast unmöglich, das Verbot durchzusetzen. Jugendliche sind schlau. Sie nutzen einfach VPNs. Dann kommen sie eben aus Dubai oder den USA. Plötzlich gibt es viele Nutzer namens „DudeFromDubai14“. Die Netzwerke verdienen weiter Geld. Nur das deutsche Recht gilt dort dann gar nicht mehr. Experten sagen, dass solche Verbote Kinder sogar in dunklere Ecken des Internets treiben können.

    Klarnamenpflicht durch die Hintertür

    Für das Verbot muss man das Alter prüfen. Das bedeutet oft, dass man sich ausweisen muss. Das ist eine Klarnamenpflicht durch die Hintertür. Für viele ist das ein großes Problem. Denken wir an nicht binäre Personen oder Menschen, die verfolgt werden. Sie verlieren ihre Anonymität. Kriminelle nutzen sowieso andere Wege. Die ehrlichen Bürger haben am Ende den Schaden.

    Hoffnung im Fediverse

    Vielleicht hilft dieser Wahnsinn dem Fediverse. Instanzen wie meine werden wohl nicht gezwungen. Dort funktioniert Jugendschutz oft besser durch die Gemeinschaft. In großen Netzwerken versagt die Moderation meistens. Populismus siegt hier leider über Expertenwissen. Es ist zum Mäusemelken. Freiheitsbeschränkung wird als Schutz verkauft. Aber wir wissen es besser.

    Zusätzliche Daten und Studien zu meinen Befürchtungen:

    • Wirksamkeit von Verboten: Experten der Universität Oxford bezweifeln, ob ein Verbot hilft. In Australien nutzen 95 % der Jugendlichen soziale Medien. Ein Verbot führt dort oft nur dazu, dass sie auf unbekannte Apps ausweichen.
    • Fehlende Medienkompetenz: Eine Studie der Vodafone Stiftung zeigt ein Problem. Über die Hälfte der Jugendlichen lernt in der Schule nichts über den Umgang mit Social Media. Ein Verbot löst diesen Mangel an Bildung nicht.
    • Gefahr für Minderheiten: Fachleute warnen, dass die Identifizierungspflicht die digitale Teilhabe einschränkt. Besonders marginalisierte Gruppen brauchen Anonymität zum Schutz.
    • Technik-Check: Die Altersprüfung durch Biometrie oder Ausweise ist riskant für den Datenschutz. Hacker könnten diese sensiblen Daten stehlen.

    Quellen:

    Fediverse-Reaktionen
  • Noch ein Assistent und eine Suchmaschine?

    Oh, bitte erzähl mir mehr!

    Da haben wir es wieder: Google und OpenAI werfen uns ihre neuesten „revolutionären“ Spielzeuge vor die Füße. Google präsentiert stolz Pixie, einen neuen Assistenten, und OpenAI zieht mit einer brandneuen Suchmaschine nach. Begeistert? Nicht wirklich.

    Assistenten: Lösen sie überhaupt ein Problem?

    Wir alle kennen das Spiel: Unternehmen versprechen, dass ihre smarten Assistenten unser Leben vereinfachen werden. Die Realität? Sie enden oft als teure Staubfänger, die mehr über unser Liebesleben oder sonst was wissen wollen, als uns lieb ist.

    OpenAI’s Suchmaschine: Noch ein Datenkrake?

    Eine weitere Suchmaschine – was soll’s? Werden die Ergebnisse wirklich unvoreingenommen sein, oder ist das nur eine weitere Maschine, die unser Clickverhalten ausspionieren will?

    Big Techs ewige Geldpressen

    Diese Ankündigungen sind kaum überraschend. Tech-Giganten produzieren ständig neue Produkte, nicht um die Welt zu verbessern, sondern um ihre Taschen zu füllen. Jeder Assistent, jede Suchmaschine ist eine weitere Gelegenheit, uns auszuspionieren und unsere Daten zu verkaufen.

    Zeit für einen Realitätscheck

    Brauchen wir wirklich jeden neuen Assistenten und jede Suchmaschine, die uns vorgesetzt wird? Vielleicht sollten wir stattdessen Technologien fördern, die das Internet als freie Plattform unterstützen, anstatt es in einen überteuerten Marktplatz zu verwandeln.

    Kurz gesagt, es ist höchste Zeit, dass wir uns fragen, welche Art von digitaler Zukunft wir wirklich wollen. Mehr von demselben sicher nicht. Wir haben besseres verdient als Technologien, die uns nicht dienen, sondern uns nur als Datenquelle sehen.

  • Erneuter Mastodon Umzug – Auf zu neuen Ufern

    Früh habe ich Mastodon geliebt und mich engagiert und war anfangs bei Mastodon.social registriert. Während der großen Migration von Twitter war die Plattform allerdings häufig überlastet und zudem litt die Nachhaltigkeit des Angebots.

    Da ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht völlig festgelegt hatte, war ich auf der Suche nach einem Anbieter, bei dem ich mich gut aufgehoben fühlte. Mastodon.green erschien mir als genau der richtige Ort. Der Anbieter pflanzt Bäume aus den erwirtschafteten Gewinnen für seine Nutzer und auch die Gemeinschaft dort empfand ich als sehr offen und einladend.

    Zu Beginn des Jahres 2023 begann dann ein unerwartetes Phänomen: Verschiedene Instanzen rebellierten gegen Mastodon.social, da sie befürchteten, die Plattform könnte zu mächtig werden. Ich empfand diese Bedenken als recht abstrus. Die meisten Menschen möchten nicht ihre Software verwalten, sie möchten einfach, dass sie funktioniert. Nur eine Minderheit – meist technikaffine Enthusiasten, die mit Linux, Web oder Servern vertraut sind – denken anders.

    Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war die Debatte darüber, ob „Big Tech“ – ohne dass sie gegen irgendwelche Regeln im Fediverse verstoßen hätten – direkt blockiert werden sollte. Das halte ich für völlig inakzeptabel. Vorauseilender Gehorsam in Sachen Zensur ist etwas, das ich strikt ablehne.

    Die Nutzer dieser großen Instanzen wissen oft nichts über die zugrunde liegende Technologie, und dennoch werden sie pauschal daran gehindert, mit mir zu kommunizieren. Das halte ich für falsch. Deshalb habe ich beschlossen, eine eigene Instanz zu gründen und dort nur Instanzen zu blockieren, die entweder gegen deutsche Gesetze verstoßen oder gegen meine eigenen, dort einsehbaren Regeln.

    Falls ihr Interesse habt, meine neue Instanz zu besichtigen, hier ist der Link:

    https://hellinger.wtf/@holger

    Der Hostinganbieter ist https:masto.host