Vom Texteditor zum Agenten
Ich habe in den 90er Jahren mit einfachen Texteditoren angefangen. Als die ersten Hilfen wie Autovervollständigung oder Linter kamen, war ich froh. Ich wurde schneller und mein Code wurde besser. Genau so sehe ich das heute mit Coding Agenten. Sie helfen EntwicklerInnen bei der täglichen Arbeit und steigern die Qualität.
Trotzdem gibt es immer noch viel Skepsis. Linus Torvalds hat vor kurzem erlaubt, Coding Assistenten bei der Kernel Entwicklung zu nutzen. Seitdem gibt es Menschen in der Open Source Welt, die ihn dafür kritisieren. Manchmal frage ich mich, ob diese Leute auch noch Fotos auf Filmspulen machen. Oder daheim mit Holz kochen statt mit Induktion. Oder Verbrenner fahren, nur wegen dem Sound.
Man kann natürlich sagen, dass reines Handwerk besser ist. Aber wer von uns geht heute noch für jeden Schrank zum Schreiner und kauft nicht doch im Möbelhaus? Werkzeuge entwickeln sich weiter.
Sinnloser Verbrauch und echte Verschwendung
Gleichzeitig sehe ich die Probleme ganz deutlich. Einen Chat als Taschenrechner zu nutzen, ist wie ein ganzes Holzfeuer anzuzünden, nur um eine Tasse Tee warm zu machen. Das ist pure Ressourcenverschwendung. Ich habe schon Code gesehen, bei dem ein großes Sprachmodell genutzt wurde, um nur den ersten Buchstaben eines Wortes groß zu schreiben. Sowas löst man mit einer einfachen Zeile Regex viel besser. Wer nur einen Hammer hat, sieht überall nur noch Nägel.
Die Rechenzentren brauchen enorm viel Energie und Strom. Hier braucht es klare Regeln und Gesetze. Selbst Bill Gates warnt davor und fordert Regulierung. Strom muss aus erneuerbaren Quellen kommen und die reine Spekulationsblase darf gerne platzen. Die Technik an sich wird bleiben, aber der absurde Quatsch drumherum muss aufhören.
Überlegt euch eure Abneigung gut. Seid offen für gute Werkzeuge, aber wählt bewusst aus, wo der Einsatz wirklich Sinn ergibt.
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