Monat: Januar 2026

  • EAA25: Warum Barrierefreiheit keine Privatsache ist

    Ein Gesetz für alle

    Wir haben nun 2026 und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt und das EAA25 ist seit letztem Jahr im Juni fest verankert. Viele dachten am Anfang, das betrifft nur Online-Shops oder Banken. Aber das stimmt nicht ganz. Das Gesetz hat zwar einen Fokus auf Business, aber die Grenzen sind oft unscharf. Wer professionell im Netz auftritt, muss oft liefern.

    Die juristische Grauzone

    Es gibt eine wichtige Frage: Wann ist eine Seite wirklich privat? Viele große Accounts auf Social Media sagen, sie sind privat. Aber sie verdienen oft Geld mit Werbung oder Kooperationen. Sobald eine Seite Geld verdient oder Produkte bewirbt, kann sie als geschäftlich gelten. Juristen streiten sich oft darüber. Wer viele Follower hat und Einfluss ausübt, steht im öffentlichen Raum. Es ist möglich, dass Gerichte diese „privaten“ Anbieter wie Firmen behandeln. Dann müssen auch sie barrierefrei sein.

    Das Problem auf Mastodon und Co.

    Auch auf Plattformen wie Mastodon sieht man oft Barrieren. Viele Nutzer vergessen dort die Alt-Texte für Bilder. Ohne diese Texte können blinde Menschen nicht wissen, was auf dem Bild zu sehen ist. Ein weiteres Problem sind zu viele Hashtags direkt im Fließtext. Das stört den Lesefluss massiv. Anforderungen fordern eigentlich, dass Hashtags ans Ende gehören. Auch sollten sie in „CamelCase“ geschrieben werden (z. B. statt ). So können Screenreader sie richtig vorlesen.

    Saftige Strafen bei Verstößen

    Wer die Regeln ignoriert, muss mit Folgen rechnen. Das Gesetz sieht Bußgelder von bis zu 100.000 Euro vor. Diese zielen zwar vor allem auf große Anbieter ab. Aber es können auch Abmahnungen durch Verbände oder Mitbewerber drohen. Im schlimmsten Fall kann eine Behörde sogar anordnen, dass ein Dienst eingestellt werden muss. Das Risiko ist seit 2025 deutlich gestiegen.

    Mehr als nur Paragrafen

    Man kann lange über Gesetze reden. Aber am Ende geht es um Menschen. Barrierefreiheit ist eine moralische Pflicht. Es ist nicht fair, Menschen mit Behinderungen auszuschließen. Wir sollten das Internet für alle bauen. Egal, ob wir eine Firma sind oder ein großer privater Account. Wir müssen nicht auf ein Urteil warten. Wir können heute weitermachen, das Netz fairer zu gestalten.

    Anmerkung

    Das ist keine juristische Beratung noch hat es irgend einen Bezug. Ich will hiermit nur zeigen, dass Barrierefreiheit und Inklusion für alle gelten sollte für jemand der achtsam lebt und Menschen, egal mit welchen Einschränkungen, akzeptiert.

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