Apple, oder wie mache ich mir meine Nutzer zu Feinden

Ich war noch nie ein großer Freund von Apples Software. Ich gebe zu, einige der Hardware sieht ziemlich gut aus. Aber was manche als tolle und innovative Bedienbarkeit bezeichnen, würde meine Großmutter in vier Jahren nicht bedienen können. Intuitiv ist etwas anderes. Und nur weil etwas nett bunt ist und sich in schwungvollen Animationen aufbaut, ist das noch lange nicht usable. Meine Vorstellung eines Apple wäre ein MacBook Pro mit irgendeiner installiertem Linux-Distribution. Der doofe Blick des Applefans, der einem beim Auspacken im Zug zuschaut und dann einen vernünftigen Desktop zu sehen bekommt, ist mir fast den Kauf wert.

Der Grund meines Postings ist aber ein anderer. Ich kenne keine Firma die es sich so mit ihren Nutzern verscherzt, wie Apple dies tut. Es gibt einige Weblogs und Seiten die sich mit dem Geschäftsgebaren und dem Verhalten der Anwälte von Apple auseinander setzen und die bekommen dann gleich wieder Probleme. So wurde zum Beispiel auf Grund einer finanziellen Einigung vor Kurzem der Nachrichtendienst Think Secret geschlossen, ein unerwünschter Verbreiter von Wissen weniger.

Und dann ist da noch ein kleiner satirischer Fake-Weblog, in der ein Fake-Steve-Jobs aus dem Nähkästchen plaudert und anscheinend Probleme mit Anwälten von Apple hat. Viele dieser Geschichten im Weblog erfindet er im Vorfeld der Produktbekanntgaben, manches davon stimmt später, daher passt diese Geschichte in das Konzept. Ob er wirklich interne Quellen hat, kann niemand beweisen. Er dokumentiert die erfundenen Gespräche und Briefe mit Apple säuberlich. Seine Wortwahl in den Postings ist aber schon etwas hart und er wettert in seinem Weblog massiv:

…if these fuckers want a sitdown they can fly their fat lawyer asses out here to me…

Seinen Anwalt Tony Clifton hat er übrigens auch schon eingeschaltet. Schön finde ich, daß selbst Heise darauf herein fällt.

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