Das Wunder von London…

Ätsch, auf den Arm genommen. Es ist nämlich nicht passiert. Wir sollten eigentlich gestern in unsere Wohnung ziehen. Aber…

Ich hatte um 16 Uhr noch mit dem Makler telefoniert, dass wir jetzt auf dem Weg wären die Wohnung zu übernehmen. Da war auch noch alles OK. Als wir ihn dann an der Bahnstation „Pontoon Dock“ trafen, meinte er, dassir leider immer noch nicht in die Wohnung könnten, da der Zwischenmieter immer noch nicht raus wäre. Er bot uns dann an in einem Hotel, oder gleichwertigen Haus wohnen zu können. Wir fuhren also los und er brachte uns zu einem Reihenendhaus. Zuerst dachte ich, dass es ganz in Ordnung sein könnte, aber als wir die Tür öffneten kam uns Post von mindestens einem Monat entgegen. In der ersten Etage fanden wir dann, nachdem wir uns durch den Staub gewühlt hatten, Betten vor die man eher unter einer Brücke erwartet hätte. Schrecklich. Wir sagten sofort, dass wir in einem Hotel untergbracht werden wollen. Dies organisierte er dann auch. Er versuchte uns noch irgendwie zu vermitteln, dass dies doch eine heldenhafte Tat von ihm sei, und dies zu bezahlen. Wir dachten uns unseren Teil. 🙂

Jetzt waren wir in einem Ibis Hotel untergebacht, das endlich meinen Vorstellungen von Sauberkeit entsprach, nachdem im vorherigen Hotel die sanitären Einrichtungen und auch die sonstige Einrichtung nicht wirklich dem Preis entsprechend waren. Hatte ich erzählt, dass ich in dem Thistle Marble Arch Hotel zuerst irgendwelche braunen Krusten vom Wasserhahn kratzen musste, bevor ich mich getraute diesen zu benutzen? (Ich hatte leider vergessen ein Bild zu machen) Der Duschvorhang war auch pilzig.

Ich glaube immer noch nicht, dass ich heute Abend in der eigenen Wohnung sein werde. Das Dumme dabei ist, dass ich keinen Flug nach Hahn gebucht habe für dieses Wochenende. Ich muss also irgendwie sehen, dass ich eine Bleibe im Hotel gesichert bekomme.

London nach der Arbeit

Eigentlich bin ich gerade extrem angepisst. Dazu aber in einem späteren Eintrag mehr. Heute waren wir als die „German Invasion“ nach der Arbeit zusammen in der Stadt unterwegs. Es war eine gemeine Pubtour, die uns durch die Stadt führte. Dabei entstanden einige Bilder, die ich niemandem vorenthalten möchte. London ist schon schön, wenn man das urbane Leben liebt.

Wir waren also nach unserer Arbeit in die Stadt gelaufen um ein wenig vom Leben in den Pubs mitzunehmen. Dabei sind auch ein paar Bilder vom Picadilly Circus entstanden, da wir im Vorfeld noch auf Kollegen warten mussten, die noch etwas zu erledigen hatten und wir daher einen Spaziergang unternahmen.

Irgendwie unvorstellbar, dass in einem Zugang zu einer deutschen U-Bahnstation ein Musiker seine E-Gitarre auspacken würde und Musik macht.

„Sie“ sind immer dabei (Man wird in London immer und überall von Kameras überwacht). Das führte aber auch im Laufe des Abends, als es auf der Straße eine Schlägerei gab dazu, daß in 5 Minuten die Polizei vor Ort war.

Londons Luft

Ich habe übrigens noch nie so schlechte Luft geatmet wie hier. Dauernd könnte ich irgendwelchen Dreck in den Atemwegen abhusten. Meine Taschentücher sehen aus wie Kokslappen. Die Leute haben auch alle irgendwie Ausschlag, das ist wie in einem Horrorfilm. Nur irgendwie ist die Maske besser. Also besser umgesetzt. Sieht alles recht realistisch aus. Ich wusste gar nicht, dass die vielen Sommersprossen die die Engländer haben sollen, als weißer Schorf von den Wangen fällt. Heute morgen hat die Sonne geschienen, da haben alle kollektiv ihren Ausschlag in die Sonne gehalten, sie dachten wohl das hilft dagegen.

Die Ankunft

Unglaublich. Ich bin hier. Aber was dabei alles passieren kann ist wieder einmal fast unbeschreiblich. Dabei fing alles so toll an.

Am Morgen war ich von Haustür bis Gate am Flughafen in Hahn nur 60 Minuten unterwegs. Jetzt weiß ich, dass ich zukünftig eine Stunde länger schlafen kann, wenn ich wieder den frühen Flug nehme. Der Check-In in Hahn ist einfach unschlagbar schnell im Vergleich zum Frankfurter Flughafen. Das Flugzeug war nur halb besetzt und dadurch einfach ordentlich Platz. In Stansted kamen wir pünktlich an. Dann war ich aber gleich Zeuge des maroden englischen Eisenbahnnetzes. Irgendwo zwischen Stansted Airport und Liverpool Street war ein Gleis gebrochen und ein Schienenersatzverkehr führte mich mit dem Bus in die Stadt. Dieser fuhr aber nur bis Stratford. Von dort musste ich mich dann mit der Tube zur Firma durchschlagen. Ich hatte es dann endlich um 9:30 geschafft.

Die Agentur in London ist in einem recht alten Gebäude im Herzen Londons gelegen. Ich habe es heute nur geschafft die folgenden Bilder zu schießen. Eines ist der Durchgang vom Empfang zum Großraumbüro in dem die Entwickler sitzen und das andere Bild zeigt eine der beiden Playstationkonsolen die zur Unterhaltung im Foyer stehen.

Ich wurde super freundlich empfangen. Nein, die Engländer scheinen die „Krauts“ zu mögen. Nach einem Rundgang durch die einzelnen Abteilungen übernahm ich meinen neuen Rechner. (Und es war wirklich ein funkelnagelneuer DELL CORE 2 Duo.) Ich hatte doch damit gerechnet, dass wir die alten Rechner aufbrauchen müssen.

Zum Mittag führte mich dann Daniel (ein weiterer aus Deutschland bei Syzygy UK arbeitender Kollege) durch die nähere Umgebung. Es gibt doch tatsächlich halbwegs preiswerte Einkaufsmöglichkeiten, so dass ich ein ganz vernünftiges Mittagessen zusammen hatte.

Gegen Abend dann musste natürlich noch was schief gehen. Irgendwie konnten die für uns gemieteten Wohnungen nicht übergeben werden und so sitze ich jetzt im Thistle Marble Arch Hotel im Herzen von London und schreibe diesen Beitrag. Diese Bleibe werde ich auch noch bis Mittwoch bewohnen. Drückt mir die Daumen, dass ich dann in die eigene Hütte kann. Irgendwie traue ich den offenen WLANs hier dann doch nicht 😉

Kollegen von Wolfgang

Einer meiner Bad Homburger Kollegen, der auch mit in London ist, traf sich Donnerstag mit einem ehemaligen Kollegen, der selbst noch einen Bekannten und dessen Freundin mitbrachte. Wir waren dabei und verbachten nach einem Essen bei Nandos den Rest des Abends in einem urigen Pub einen witzigen Abend.