Ich bin frei, so frei

Irgendwie traurig, aber dennoch auch ein Befreiungsschlag. Wie immer, wenn ich anfange etwas extrem zu nutzen wird es immer schwieriger relevante Daten daraus für sich zu gewinnen. Als Google Plus vor zwei Jahren auftauchte, war es die Lösung für mich um Informationen von Leuten zu lesen denen ich sonst zusätzlich mit Feeds, auf ihren Webseiten und in anderen Kanälen folgte.

Nach und nach tauchten jetzt neue Funktionen auf, die den Nutzen für mich immer weniger zu einem Konsumententool werden ließen. Nein, es wurde ein Kommunikationstool, bei dem man mit Informationen überschüttet wurde, auf die man keinen Einfluß mehr hatte. Der Todesstoß.

Angefangen hat es damit, dass man nicht mehr alles, was man gekreist hat im Stream sah, selbst hoch gestellte Kreise wurden nicht vollständig im Stream dargestellt. Dann dieses unsägliche Plus, das man abschalten – anstatt wie es normalerweise üblich sein sollte – aktivieren musste und ich daher den geplussten Auswurf der Lieblingskatze eines Wildfremden sehen durfte oder das ungezählte TGIF Posting.

Plötzlich war der Stream völlig irrelevant für mich und ich musste wieder in einzelne Kreise schauen um Relevantes zu sehen. Viel zu viel Aufwand für meine Nutzungsweise.

ByeBye Google Plus. Welcome whatever. Ich habe noch nix neues gefunden. Kommt aber bestimmt. Jetzt genieße ich erst mal den Sommer und schreibe wieder mehr Blogeinträge.

Hab übrigens fast 4GB Daten herunter geladen bevor ich es gelöscht habe. Irre, was sich da in 2 Jahren ansammelt.

Mir ist auch klar, dass ich mal wieder weg bin, bevor andere es überhaupt nutzen. Aber auch auf der Straße rede ich nicht mit jedem und will auch nicht, dass mich jeder volltextet und mache einen Bogen um die Leute, anstatt sie zu „organisieren“

Timeline:

  • Facebook: † 2010
  • Twitter: † 2011
  • Google+ † 2013

7 Antworten auf „Ich bin frei, so frei“

  1. Jupp, G+ wird gerade mit Features vollgepumpt, ist echt nicht mehr schön was Google da macht. Und nebenbei verärgern Sie ihre Kunden indem sie beliebte kleine Services abschalten nur um G+ zu pushen. Wird hoffentlich nach hinten losgehen…

    1. Einer der Gründe war auch die Abschaltung der Leaderboards um Locations in G+ zu pushen. Wenn die eine lmaA Haltung haben, kann ich das auch. 🙂 Der Google Reader störte mich nicht. Nutzte sowieso nur Feedly.

      1. Ach, Holger …wie bedauerlich.
        Du bist Deiner Zeit voraus, jetzt habe ich gerade mal einen Einblick auf das Google-Teil bekommen und schwupp- biste wieder weg.
        Gib mir mal bitte frühzeitig Bescheid, wenn Du ein neues Plätzchen gefunden hast (also nicht kurz bevor du flüchtest).

        Bis demnächst ….hier oder dort oder ganz wo anders,
        Veronika

        1. Soziale Netzwerke sind wie Kuchen, das erste Stück schmeckt nach mehr, wenn man dann das sechste Stück gegessen hat wird es ekelig und nach neun kommt der Brechreiz. Ich lass es dann lieber dabei, andere essen weiter. 🙂

  2. Na toll, wie soll ich jetzt wissen, was du so treibst? Du warst der einzige Grund, warum ich hin und wieder bei G+ reingeschaut habe… 🙁

    Naja, ich hoffe, dass du zum Ausgleich mehr bloggen wirst.

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