PHP World Kongress in München – ein Bericht – Tag 2

PHP World Kongress 2009 der zweite Tag. Nachdem ich gestern schon den Bericht zum ersten Tag geschrieben habe, musste der Zweite natürlich auch folgen. Ich bin, wie man an meinen vielen Postings sehen kann, kein Freund von Twitter, so versuche ich lieber im Weblog zusammengefasst einen Eindruck zu vermitteln.

Der zweite Tag war inhaltliche sicherlich etwas anspruchsvoller und intensiver, schon allein weil die Workshops doppelt so lange angelegt waren. Es gab wie am Tag zuvor auch zwei Tracks, wobei ich mich für die folgenden Themen entschieden habe:

Christian Wenz – PHP-5-Zertifizierung

Wer sich mit dem Gedanken trägt eine PHP-5-Zertifizierung abzulegen, dem wäre dieser Workshop von Christian Wenz wirklich von sehr großem Nutzen gewesen. Für jemanden wie mich, der nicht in die Tiefen der PHP Programmierung vorgedrungen ist, war es dann mehr eine Informationsveranstaltung, bei der ich mir Fallstricke, Infos und andere Themen für mich selbst herauspicken konnte, die mir in Zukunft vielleicht einmal helfen, wenn ich privat oder auch geschäftlich, meine Programmierkenntnisse anwenden muss. Die verschiedenen Blöcke der Zertifizierung wurden vorgestellt. Dazu jeweils einige Aufgaben, und die darin gesetzten Hürden beschrieben. Kniffe wie man vielleicht doch eine Antwort finden kann, oder einfach Infos zum Ablauf. Selbst für mich, der hier teilweise überfordert war, eine kurzweilige informative Veranstaltung.

Stefan Fischerländer – PHP und SEO: Mehr als saubere URLs mit mod_rewrite

Stefan Fischerländer hatte dann den Workshop am Ende von zwei Tagen, und daher bestimmt den schwersten Stand, da viele schon an den Heimweg dachten. Das Thema begeisterte die Teilnehmer dann aber doch so sehr, dass es hier die meisten Diskussionen und Einwürfe gab. Man merkte, dass SEO für viele ein Thema ist. Witziger Weise ging dabei aber wie so oft ein Thema verloren, das zumindest immer gstreift gehört. Die Barrierefreiheit, Zugänglichkeit, oder Accessibility. Man merkte das gerade daran, dass man tatsächlich ansprach, dass ein H1 doch gar nicht mehr von Google gewertet werden würde, und man daher darauf verzichten könne. Aus Accessibility Gesichtspunkten Wahnsinn. Auch die Webhits Statistik zu Suchmaschinennutzung schien mir etwas einseitig. Natürlich ist Google immer noch der Platzhirsch, aber mehr als 90% erscheint mir vielleicht auf den Seiten die einen Webhitscounter benutzen vorstellbar, da aber viele Hightraffic- oder Contentseiten mit Sicherheit keinen Webhitspixel verwenden, sieht das tatsächliche Ergebnis sicher anders aus. Ein schöner Tipp ist bei mir hängen geblieben, an den ich so bisher nie gedacht hatte. Natürlich nutze ich eine robots.txt, und ich hatte schon immer mal mit nicht indizierten Navigationen gekämpft, bei denen durch CSS die Eigenschaft display zweite Ebenen auf nicht (none) sichtbar geschaltet waren. Nur bei Bedarf werden diese mittels der Pseudoklasse :hover oder für ältere Browser mit JavaScript sichtbar gemacht. Dies führt manchmal dazu, dass sie nicht indiziert wird. Lösung: einfach das CSS in der robots.txt für den Google-Bot ausnehmen. Ob das bei Betrügereien auch durchgeht wurde aber nicht geklärt. 😉 Der Teil zu Keywords, Schreibfehlern, Synonymen und Pluralformen, aber auch »richtige« Weiterleitungen, waren dann noch eine wunderbare Abrundung des Ganzen. Leider musste ich um 18 Uhr zum Zug, und ich weiß nicht mehr, wie lange die Diskussion sich noch gezogen hatte. Vielleicht liest ein Teilnehmer hier mit und kann noch etwas dazu schreiben.

Fazit

Der Kongress ist mit Sicherheit eine Veranstaltung die man wieder besuchen sollte. Im nächsten Jahr wird aber bestimmt jemand anderes als ich dort teilnehmen. Man muss dann doch ein wenig verteilen 😉 Wenn aber noch ein Platz frei ist, nehme ich bestimmt wieder teil.

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