Juhu ich bin onlinesüchtig…

Irgendwie muss ich mich aber in einer vierten Kategorie einordnen, die es noch nicht gibt. Ich passe nämlich nicht in eine der drei Einstufungen, die man mindestens 35 Stunden lang ausüben muss, um nach einer neuen Verbreitung von Horrorzahlen als süchtig zu gelten.

  • Online-Spielsucht
  • Online-Chatsucht
  • Online-Sexsucht

Keine dieser drei Kategorien passt. Chatsüchtig war ich mal zwischen 1996 und 1997, da hat mich das hunderte von Mark im Monat gekostet. Spielen tu ich nur mit den Besuchern meines Weblogs und als seit Jahren glücklich in einer Beziehung lebender Mann, ist mir die Onlinesexwelt völlig suspekt. Irgendwie würde ich mich als arbeitssüchtig und kontrollsüchtig einstufen. Mit geschätzt 55 Arbeitsstunden online und geschätzt 15 Stunden die ich mich zusätzlich mit privaten E-Mails, Weblogs und Nachrichten beschäftige, bin ich fast doppelt gefährdet. Und zwar, wenn es nach der Aussage von Gabriele Farke: »Die Wissenschaft definiert einen Onlinesüchtigen als jemanden, der 35 Stunden pro Woche oder mehr im Internet verbringt«, vom Portal Onlinesucht.de, geht.

Auf der Seite sind witzige Gründe dafür zu finden wie man merkt, dass man onlinesüchtig ist, die lesen sich wie die Spaßlisten die man manchmal als Rundmails bekommt. Ausschnitte davon:

  • in Ihrer Partnerschaft beginnt es zu kriseln, weil es ständig Krach wegen des Computers gibt (Das ist völlig normal – wer nichts damit zu tun hat, versteht den am Rechner arbeitenden Menschen nicht)
  • Freunde beschweren sich, weil ständig Ihre Telefonleitung besetzt ist (Wer nutzt heute noch nur eine Leitung und nicht DSL?)
  • Telefon- und Internetkosten erreichen schwindelnde Höhen, Schulden wachsen an (In Zeiten der Flatrates, jaja)
  • Besuch ist eher lästig geworden, weil Sie doch viel lieber am Computer sitzen würden (Kommt auf die Schwiegermutter an)
  • Sie gehen statt real zu shoppen, viel lieber online einkaufen (Hey, ich mag die inkompetenten Verkäufer auch nicht und kaufe fast nur noch online ein – was meist auch preiswerter ist!)
  • Schutz vor Krankheiten bei wechselnden Partner (Wie absurd ist dieser Grund?)

Ich bin dann doch irgendwie ganz froh den richtigen Job gefunden zu haben. Der ist ähnlich wie Bierbrauer oder Winzer zu sein 😉

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