Bahnfahrten mit der Deutschen Bahn

Eigentlich ist Bahnfahren wirklich toll. Man kann am Rechner arbeiten, man kann schlafen, man kann telefonieren, oder einfach nur aus dem Fesnter schauen. Wenn da nicht die vielen kleinen Erlebnisse wären, die es dann doch immer wieder zum Abenteuer machen. Neben regelmäßigen Verspätungen, verpassten Anschlüssen und ehemaligen Raucherabteilen die einfach nur widerlich nach kaltem Rauch stinken, gibt es auch Fahrgäste die Spaß machen oder Ereignisse die einfach witzig sind.

So zum Beispiel gestern auf dem Weg von München nach Mainz. Es fing alles ganz normal an, als wir aus dem Münchner Bahnhof abfuhren. Draussen schneite es zwar, das macht aber einem Zug aber gottseidank nichts. Irgendwann als wir Geislingen (Steige) passiert hatten hielt der Zug dann, und laut Durchsage war es eine defekte Weiche. Diese wurde dann nach 45 Minuten von einem herbeigeeilten Techniker repariert und es ging weiter. Keine 30 Minuten später hielt der Zug wieder. Diesmal musste der Lokomotivführer ausgewechselt werden. Ich vermute, er hatte schon seine höchstzulässige Fahrzeit überschritten, verständlich, dass das getan wird, aber wäre es nicht sinnvoller gewesen, dies gleich beim ersten Stop zu erledigen. Die Verspätung war dadurch natürlich schon bei fast einer Stunde. Den Anschluss IC in Mannheim bekam ich natürlich nicht mehr und die ganzen anderen möglichen Verbindungen führten über Frankfurt wo ich dann mit der S-Bahn weiter hätte fahren müssen. Ich also in Mannheim in die Regionalbahn gestiegen und über die ganzen Käffer und Ludwigshafen, Worms etc Richtung Mainz gefahren. Mit zwei Stunden Verspätung kam ich in Mainz an. Herrlich. Es gab wenigstens einen Gutschein.

Dass man aber auch Spaß haben kann wenn Leute neben einem im Zug sitzen bewies ein Typ vor ein paar Tagen im Zug nach München. Dieser hatte sein Laptop dabei und schaute Filme mit riesen großen Kopfhörern. Dabei vergas er irgendwie, dass er im Zug saß und gaggerte die ganze Zeit und sabberte dabei auf seinen Pulli. Er hatte einen ganz schlimmen Unterbiß, dafür kann er nichts, das Popeln hätte er aber wenigstens lassen können. Zumindest hat das halbe Abteil über ihn gelacht.

Schön war auch der obenstehende Fehler in einer Anwendung auf Bildschirmen im Mainzer Bahnhof. Die Bahn hat wohl noch alte Windows® Systeme laufen um solche Anwendungen abzubilden. Dass man solche Oberflächen auch prima als Weboberflächen bauen könnte und dann nur schmale Rechner mit maximal einem Browser darauf benötigen würde, hat sich zu den Leuten natürlich immer noch nicht herumgesprochen. Lieber nach dem Motto »Jeder Boot tut gut« weiterhin auf Windows setzen.

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