Carsten B. bewirbt sich bei mir…

Carsten schrieb mir eine kurze E-Mail in der er sich auf ein nie stattgefundenes Telefongespräch berief und sendete gleich seinen Lebenslauf als Word Dokument mit. Leider war dieses Word Dokument von so absolut mieser Qualität, dass es mich verwunderte, dass Carsten sich überhaupt getraute dies zu versenden. Darin beschrieb er auch seine außerordentlichen Kenntnisse in Webdesign und Technik. Als ich mir dann seine Webseite – die E-Mail ließ es erahnen – öffnete, war ich ernüchtert. Nein, dieser Mann braucht Hilfe, er ist ja nun auch schon einige Jahre älter als ich!

Carsten schrieb mir diese kurze E-Mail:

Sehr geehrter Her S. Hier meinen von Ihnen am Telefon gewünschter Lebenslauf. mit Freundlichen Grüßen Carsten B.

Ich antwortete ihm etwas ausführlicher:

Sehr geehrter Herr B.!

Ich weiß nicht wirklich was ich mit Ihrem Lebenslauf anfangen soll. Es fehlen die grundlegenden Einträge, Ihr Bildungsweg ist nicht ersichtlich und wenn ich Ihr Word Dokument in OpenOffice öffne, hängt Ihr Portrait unten in der Ecke. Ich glaube da müssen Sie noch viel üben. Beim Versenden von E-Mails ebenso.

Das Thema Webdesign sollten Sie auch unbedingt nochmals überdenken, Ihre mir durch die Angabe Ihrer E-Mail Adresse vorliegende Homepage ist unter aller Sau!

Nehmen Sie mir dies nicht übel, aber wer sich in seinen Interessen für Webdesign interessiert, der sollte auch etwas mehr als einen Titel wie „index.html“ auf seiner Homepage fertigen können.

Ich finde Ihre Bewerbung nicht wirklich toll, aber da Sie mir diese E-Mail gesendet hatten, dachte ich, würde Sie meine Meinung interessieren.

Mit freundlichen Grüßen

Holger

Dies nötigte ihn anscheinend zu folgender Antwort:

Hallo Herr S.

Besten dank für die Bewertung meiner Page. Diese ist nur eine nichtöffentliche und bestimmt nicht für Sie gedachte. Ich bin vielleicht nicht so perfekt in einer Email Bearbeitung nur schauen sie sich bitte meine Öffentliche Page an. Ich denke sie wird Ihnen sicher auch nicht genügen. dafür anderen Firmen und Instutitonen schon. Zu meinen Daten auf dem Sogenanten Lebenslauf sicher nicht als Entwurf eines Geschäftsbriefes zu empfehlen. Da ich aber es in großer Eile getan habe und Sie für einen unkomplizierten Menschen gehalten habe war es durchaus ausreichend. Mein Bildungsweg ist auch zu erkennen .Das was wichtig war jedenfalls für diese Tätigkeit. hier meine Forumsadresse http://www.xxx-x.xxx-xxx.de/xxx/xxx.php MFG Carsten B.

Die darin genannte Forumsadresse war auch nicht besser, was man an der langen URL schon erahnen kann. Ich antwortete also nochmals und klärte versteckt auch gleich auf. Er meldete sich dann nicht mehr. Es war aber witzig.

Sehr geehrter Herr B.!

Wieso nennen Sie mich eigentlich dauernd „Herr S.“?

Leider kann ich Ihre genannte Forumsseite nicht besuchen, da diese mit dem Firefox und ausgeschalteten Cookies nicht anzuschauen ist. Man sieht zwar einige bunte Bilder, aber keinerlei Inhalt auf der Startseite. Desweiteren müsste ich mich anmelden, was ich nicht gerne bei beliebigen Internetdiensten tue.

Zu Ihrem Einwand der nicht öffentlichen Page. Können Sie mir bitte erklären was eine „nicht öffentliche Page“ im Internet wäre? Dazu würde ich Ihr Forum zählen, nicht aber die http://www.xxx.de/, diese ist doch frei zugänglich.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen unkomplizierten Tag!

Mit freundlichen Grüßen

Holger

Es steht jeden Tag ein Mensch auf, der es schafft mich zu belustigen…

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